Auf der Suche nach Literaturausschreibungen bin ich auf eine Community gestoßen, in der es um Textarbeit geht (siehe Blogbeitrag März). Dabei handelt es sich um ein geschlossenes Portal, sodass ausschließlich Mitglieder die hochgeladenen Geschichten lesen können. Der große Vorteil: Es lassen sich Texte diskutieren, die erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden sollen oder zur Einreichung bei Wettbewerben gedacht sind.
Zusätzlich gibt es jeden Monat zwei neue Schreibaufgaben.
Bei den sogenannten Fingerübungen geht es jeweils um sehr kurze Texte oder Szenen, die entworfen werden sollen, damit sie im Anschluss innerhalb der Community kommentieren werden können.
Die Monatsaufgaben zielen auf komplette Geschichten ab, die ebenfalls zur Kritik gestellt werden.
Wie sinnvoll sind solche Schreibaufgaben? Ist das nicht reine Zeitverschwendung? Nein, auf keinen Fall. Denn ...
... die Aufgaben sind immer interessant,
... zwingen mich dazu, mich mit einem bestimmten Thema auseinanderzusetzen,
... bestimmte Erzählperspektiven einzunehmen,
... Erzähltechniken auszuprobieren,
... ich bekomme wertvolles Feedback,
... dadurch entstehen bereits «testgelesene» Kurzgeschichten, die ich weiter verwenden kann. Zum Beispiel als Grundlage für die nächste Anthologie, zur Einreichung bei Ausschreibungen und sogar auch als Szenenhäppchen, die im nächsten Roman eingebaut werden können. Wer weiß? Vielleicht entsteht auch ganz zwanglos ein größeres Projekt aus den Lektionen.
Daher sind Schreibaufgaben für mich eine sinnvolle Ergänzung zu eigenen Ideen und darüber hinaus kostenlose Lerneinheiten, die Spaß machen.
