Vorab: Seit vielen Jahren bin ich fleißiger Nutzer des Autorenprogramms Papyrus (Papyrus ®© Novelty Writing), vormals Papyrus-Autor (Papyrus ®© R.O.M. Logicware).
Sucht man im Netz nach diesem Programm, finden sich begeisterte Stimmen. Es häuft sich aber auch Kritik an der Software, unter anderem wegen des vermeintlich mangelhaften Supports, der durch aktive Forennutzer sehr gut abgefedert wird. Ein billiges Ausnutzen, sagen die Gegner.
Aber ist eine Hilfe von User zu User wirklich ein Nachteil? Ich meine: Nein!
Denn was sollte schlecht daran sein, sich gegenseitig zu unterstützen?
Wenn es nicht gerade an die technischen Eingeweide geht, glaube ich sogar, dass der Weg über diejenigen, die täglich mehrere Stunden das Programm anwenden, mitunter besser ist als eine Unterstützung seitens des Herstellers.
Das beste Handbuch und der beste Programmierer können nicht immer das Wissen vermitteln, das der Alltagsbenutzer hat. Nur er stolpert über so manch ungewöhnliche Anwendungsprobleme, gerade weil er das Programm nicht bis in die Untiefen herunter beten kann. Ein Klick. Und? Es passiert nicht das, was erwartet wurde. Warum nicht? Hatte vielleicht jemand anders schon einmal dasselbe Problem? Mit großer Wahrscheinlichkeit lässt sich die Frage mit einem einfachen Ja beantworten.
Da alle unterschiedlich ticken, ein anderes Verständnis haben - mit differenziertem Blickwinkel auf die Anwendung - ist die Expertise einer Community in meinen Augen unbezahlbar.
Solange die Softwarefirma das zu schätzen weiß und dort weiterhilft, wo das allgemeine Schwarmwissen der Nutzer nicht ausreicht, habe ich in dieser Hinsicht nichts zu bemängeln.
