Herzlich willkommen auf den Seiten von Susanne Kowalsky

Gedichte - Weihnachten


Der Weihnachtskonsument

Er zieht sich noch lange hin - der Stau
Sie folgten dem Stern - die Herren aus dem Morgenland
Er wird immer heißer - der Kühler
Sie brauchten kaum Wasser - die Kamele
Er hält ihn noch länger auf - der Unfall
Sie kamen ungehindert voran - die Gläubigen
Er wird immer größer - der Stress
Sie sind bereits am Ziel - die Weisen
Er wird es nicht mehr schaffen - der Familienvater
Sie wollten nur das Kind sehen - die Hirten
Er versperrt den Weg - der Polizist
Sie hatten nur das Edelste für ihn - die Ehrfürchtigen
Er denkt an die Superflat - der Kunde
Sie reisten wieder ab - die Könige
Er kann die Hektik nicht verhindern - der Autofahrer
Sie waren sehr zufrieden - die Heiligen
Er merkt nicht, dass er Ruhe braucht - der moderne Mensch

Er verpasst das Fest ganz knapp - der Konsument
Dann ist er schließlich da - der Infarkt
_________________________________________________________________________________


Die Festtagsformel

Europa feiern stolz durch

Orkan und Sturm und Tod durch

Irak erschrecken Elend mal

Sport und Film und Spaß

x=mas

Juni bringen Sommer durch

Feuer und Glut und Not durch
Tage folgen Nacht mal
Glück und Lob und Spaß

x=mas

Dezember kommen Feier durch
Angst und Schweiß und Furcht durch
Terror regieren Welt mal
Spiel und Sieg und Spaß

x=mas

______________________________________________________________________

Erinnerungen an einen Traum

schnee liegt auf den feldern, glitzern blendet stark, schal verhindert frieren
nur ein schöner traum?

bäume tragen last, flocken machen äste schwer, duft durchströmt die straßen
wirklich nur ein traum?

gesang kommt aus den zimmern, geschenke spiegeln herz, braten duftet gut
ein vergang'ner traum!
______________________________________________________________________
 
Idylle unterm Weihnachtsbaum
 

Advent

advent Beschenkter
advent beschenkter Christ
advent beschenkter christ Dezember
advent beschenkter christ dezember Erwartungen
advent beschenkter christ dezember erwartungen Freude
advent beschenkter christ dezember erwartungen freude Gaumengenuss
advent beschenkter christ dezember erwartungen freude Gaumengenuss
advent beschenkter christ dezember erwartungen freude Gaumengenuss
advent beschenkter christ dezember erwartungen freude Gaumengenuss

hilfe Hilfe
identität Identität
jugendwahn Jugendwahn
kriminalität Kriminalität
leid Leid
minderwertigkeit Minderwertigkeit
not Not
ohnmacht Ohnmacht
pein Pein
qual Qual
rücksichtslosigkeit Rücksichtslosigkeit
stress Stress
terror Terror
unglück Unglück
verlierer Verlierer

weihnachten Weihnachten
xylofon Xylofon
yoga Yoga

Zweisamkeit

_______________________________________________________________________

Es ist soweit

Die schönste Zeit des Jahres ist gekommen.
Das behaupten immer alle. Meinen sie es auch?
Natürlich meinen sie es nicht.
Aber sie wissen es nicht.
Sie glauben es zu wissen.
Aber sie wissen es nicht besser.

Es ist soweit.
Sie warten auf die Ferien.
Sie fahren in den Urlaub.
Sie stehen am Flughafen.
Sie stehen in einer Reihe.
Sie warten.
Sie werden niemals ungeduldig.
Sie warten einfach.
Sie zahlen ihre Steuern.

Die Geburt Christi interessiert sie nicht.
Weihnachten steht vor der Tür.
Sie merken es nicht, aber sie warten.
Weihnachten steht vor der Tür.
Wissen sie um die Bedeutung?
Die Bedeutung interessiert sie nicht.
Es ist jedes Jahr dasselbe.
Sie merken es nicht, aber sie warten darauf.

Es ist soweit.

Die schönste Zeit des Jahres ist gekommen.
Das behaupten sie immer alle. Meinen sie es auch?
Natürlich meinen sie es nicht.
Aber sie wissen es nicht.
Sie glauben es zu wissen.
Aber sie wissen es nicht besser.

Sie denken über Geschenke nach.
Die anderen denken darüber nach, ob sie morgen etwas zu essen haben.
Sie haben keine Lösung gefunden für ihre Geschenke.
Die anderen denken darüber nach, ob sie morgen ein Dach über dem Kopf haben.
Sie sind nicht weit weg.
Der Globus ist klein.

Sie denken über den Reichtum nach.
Die anderen denken darüber nach, ob ihre Kinder morgen noch da sein werden.
Sie wissen nicht, was heute Abend kommen wird.
Ob sie morgen vielleicht nicht mehr da sein werden?
Sie denken über morgen nach.
Die anderen sind nicht weit weg.
Der Globus ist klein.

Die schönste Zeit des Jahres ist gekommen.
Das behaupten sie immer alle. Meinen sie es auch?
Natürlich meinen sie es nicht.
Aber sie wissen es nicht.
Sie glauben es zu wissen.
Aber sie wissen es nicht besser.

Was ist mit gestern?
Warum gehen sie in die Kirche?
Sie brauchen keine Kirche.
Sie brauchen Glauben.