Herzlich willkommen auf den Seiten von Susanne Kowalsky

Gedichte - Emotions



Das sintflutige Weltenmeer

Noah gibt es längst nicht mehr

Versiegeln wir den Boden
Verdichten wir den Fluss
Vernichten wir uns selbst

Wir ziehen Ufer glatt
Wir erosionieren selbst die Erosion
Wir setzen uns schachmatt

Verschließen wir die Landschaft
Verdoppeln wir die Wolken
Vergrößern wir die Kraft

Die Menschheit wird ertrinken

Wir ziehen Wasser an
Wir kapazitieren selbst die Kapazität
Wir arbeiten daran

Verbinden wir die Wunden
Verstecken hilft nicht weiter
Versenken wir das Schiff

Wir mauern alles zu
Wir katastrophieren selbst die Katastrophe
Wir kommen nicht zur Ruh'

Im sintflutigen Weltenmeer

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r
undherum und mittendrin

runde ecken machen sinn

   wo stehen wir in dieser zeit?

   die frage ist alltäglich

   angst und kireg und zank und neid

einsatz ohne viel gewinn

   wo stehen wir in dieser zeit?

   die frage ist berechtigt

   gibt und liebt und gar kein neid

rundherum und mittendrin

   wo stehen wir in dieser zeit?

   die frage ist berechtigt

   verzicht und teilen ohne streit

sie allein zeigt uns den lebenssinn

   wo stehen wir in dieser zeit?

   die liebe löst die frage auf

   und so ertragen wir die zeit
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Lappalia data

vergangenheit und die idee einer erzählung
widerstand und aufruhr überall
angst und die gefahr einer infektion
mit lappalia data

gegenwart und der infekt mit einer krankheit
widerstand und aufruhr kaum spürbar
angst und infektion werden beschwichtigt
mit lappalia data

zukunft und die mutation einer krankheit
harmlos und der name sagt es ja
angst und verbreitung einer infektion
mit kritikalia data

realität und huxleys Schöne Neue Welt
harmlos und doch nur fiktion?
angst und die empörte presse leben
mit kritikalia data

wirtschaft und ohnmächtige politik
gefährlich und längst verbreitet
angst und bewusstlose menschen
mit akteneinsicht Macht schaffen

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Viktor und die Rebellen

Ein Gehirn, man bastelt daran
die Ströme, sie fließen längst in geordneten Bahnen
zwei Hände, sie werden angenäht
die Nerven, sie scheinen ihren Dienst zu tun

ein Monster, auch daran wurde gebastelt
die Bahn, sie war mal ehrenwert
zwei Parteien, sie urteilen unterschiedlich
die Kunden, die scheinen sich zu fügen

ein Jugendlicher, er gerät aus der Bahn
die Erwachsenen, sie sind ratlos
zwei Ansichten, sie kommen nicht überein
die Erziehung, sie versagt ihren Dienst

ein Mann, er wollte helfen
die Ergebnisse, sie sind verwerflich
zwei Vertraute, sie werden nichts lösen
die Bevölkerung, sie ist der Ohnmacht nahe

ein Politiker, man hat ihn gewählt
die Skandale, sie sind nicht seine Schuld allein
zwei Journalisten, sie berichten unterschiedlich
die Vernunft, sie ist anders als Viktor dachte

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Wenn der Tennisschläger bricht

ein spiel und regeln und die spieler
die zeit verfehlt ganz knapp
zerbrochene chance
sie regeln spielen mit das spiel
ohne schläger nicht dabei

ein spiel und regeln und die spieler
die eine außen vor
zerbrochene chance
sie regeln spielen ohne sie
kaputter schläger nicht dabei

ein spiel und regeln und die spieler
ein court begrenzt der platz
zerbrochene chance
sie regeln spielen nur mit zwei
der schläger in der ecke

ein spiel und regeln und die spieler
kein spiel kein wert, nicht eine chance

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Das Gespräch

Die Worte werden gesagt
In meinem Kopf
Es ist kein Monolog
Es ist ein Dialog
In meinem Kopf

Die Worte werden gesagt
In meinem Kopf
Es ist kein Gespräch
Es ist blanke Wut
In meinem Kopf

Die Worte werden gesagt
In meinem Kopf
Es ist kein Groll
Es ist purer Hass
In meinem Kopf

Die Worte werden gesagt
In meinem Kopf
Es ist kein Krieg
Es ist nicht mal das
In meinem Kopf

Die Worte werden gesagt
In meinem Kopf
Sie kommen nicht an
Es gibt kein Gespräch
Nur in meinem Kopf

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Er ist da

Und wenn der erste Vogel singt

Und wenn der Frost nach Leben ringt

Und wenn er dann zu sterben droht


Dann wissen wir

Wir sind nicht mehr bedroht


Und wenn dann alles neu erblüht

Und wenn die Sonne fast verglüht

Und wenn sie dann zu sterben droht


Dann wissen wir

Wir sind noch weit entfernt vom Tod


Und wenn es langsam dunkel wird

Und wenn das Laub es in sich birgt

Und wenn es dann zu sterben droht


Dann wissen wir

Wir sind wieder bedroht


Und wenn er dann den Sieg erringt

Und Kälte auch nach Leben ringt

Und wenn sie dann zu sterben droht


Dann wissen wir

Wir sind nicht mehr bedroht


Und wenn das Jahr zu Ende geht

Dann wissen wir

Wer vorne steht
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Neulich oder war es eher?


Neulich oder war es eher?

Es muss wohl eher gewesen sein.

Da war ich noch ahnungslos.

Es muss wohl eher gewesen sein.

Da war etwas passiert.

Neulich oder war es eher?

Es muss wohl eher gewesen sein.

Da war etwas passiert.

Ein Funke hatte sie erfasst.

Da schlug die Flamme hoch.

Neulich oder war es eher?

Es muss wohl eher gewesen sein.

Da schlug die Flamme hoch.

Mit sehr viel Qualm.

Da war die Sicht begrenzt.

Neulich oder war es eher?

Es muss wohl eher gewesen sein.

Da war die Sicht begrenzt.

Jedoch nicht für mich.

Da ist die Sicht noch klar.

Neulich oder war es eher?

Es war nicht eher, es ist jetzt.

Da ist die Sicht noch klar.

Der Funke hat mich nicht erfasst.

Da ist nichts passiert.

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Es ist schon eine Weile her

Du hast gewonnen, hurra

Ich gratuliere Dir

Kälte strömt mir entgegen

Du fängst etwas Neues an

Ich bin neugierig

Kälte strömt mir entgegen

Ich treffe Dich

Ich freue mich

Kälte strömt mir entgegen

Ich habe Pech, große Dunkelheit

Ich warte auf Licht
Du ignorierst mich


Ich habe wieder Pech, größere Dunkelheit

Ich warte auf helles Licht

Du ignorierst mich

Du verstehst die Kälte nicht

Die Dir entgegen strömt

Warum nicht?

Es ist schon eine Weile her

Da gab es keine Kälte

Du hast es nicht bemerkt